St. Marien-Hospital

Demenz- und Delirstation

Optimales Umfeld für Menschen mit Demenz und Delir

Der demographische Wandel in Deutschland schreitet weiter voran und mit ihm die Zahl der demenziell erkrankten Menschen. Neben der alltäglichen Betreuung stellt die Versorgung bei einer akuten Erkrankung eine besondere Herausforderung dar. Patienten mit der Diagnose Demenz profitieren von einer ruhigen Umgebung mit klaren Strukturen. Daher wurde im ruhigsten Teil des St. Marien-Hospitals eine Demenz- und Delirstation eingerichtet.

Die Station ist in verschiedene Themenbereiche eingeteilt. So gibt es eine „Trinkoase“ mit einem virtuellen Aquarium mit der Patienten zum vermehrten Trinken animiert werden. Das Café bietet den Raum zum gemeinsamen Essen, Spielen und Treffen. Betreut von Ergotherapeuten besteht hier die Möglichkeit jede Mahlzeit gemeinsam einzunehmen. Zwischen den Mahlzeiten treffen sich Schüler der benachbarten Ursulinenschule, um den Patienten vorzulesen oder mit ihnen eine Runde Mensch-Ärger-Dich-Nicht zu spielen. Der Therapieraum für Ergo- und Physiotherapien schließt sich direkt an die Station an. Die Räume sind großzügig angelegt und klar strukturiert. Lange Krankenhausflure sucht man hier vergebens. Mittels Farbpsychologie werden Patienten entsprechend gelenkt. Dunkle Farben kommen an Stellen wie dem Aufzug oder Türen zum Einsatz, helle Farben in den Aufenthaltsräumen. Generell ist die Farbgebung eher warm, um eine beruhigende Wirkung zu entfalten. Die Farbeffekte der Wände werden durch einen innovativen Lichteinsatz noch betont.

Die Lichthelligkeit und farbliche Zusammensetzung des Lichts auf der Station ist an das Tageslicht angepasst. Dadurch wird ein entsprechender Tag-Nacht Rhythmus unterstützt. Auch auf eine weitere Besonderheit wurde mit dem Lichtkonzept Rücksicht genommen. Menschen mit Demenz benötigen eine zehnfach höhere Lichtintensität als ein gesunder Mensch. Durch das sehr helle Licht wird die Orientierung der Patienten weiter unterstützt. Außerdem sind alle Lampen so angebracht, dass es keine Schatten gibt, vor denen die Patienten zurück schrecken könnten. In den Patientenzimmern reagieren Lichtsensoren im Boden auf nächtliches Aufstehen der Patienten, um Stürze zu verhindern.

Die therapeutischen Anwendungen werden von speziell im Umgang mit Menschen mit Demenz geschulten Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Pflegekräften und Ärzten durchgeführt. Dabei wird besonderer Wert auf die Einbindung der Familienangehörigen in die therapeutischen Konzepte gelegt. Angehörige haben die Möglichkeit Methoden zu erlernen, die sie zu Hause im Umgang mit den Betroffenen weiter umsetzen können.

Ziel mit dem speziellen Konzept dieser Station ist, dass sich die Patienten wohl fühlen und eine Struktur in ihrem Tagesablauf wieder finden. Diese sogenannte Milieutherapie ersetzt die insuffizienten medikamentösen Möglichkeiten bei Demenz.

Impressionen der Station

Die Station am Morgen
Die Station am Abend
Schülerinnen der benachbarten Ursulinenschule mit zwei Patientinnen
Die Trinkoase der Station
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St. Vinzenz-Hospital
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